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Mangel an Visionen .
Von EXTRABLATT ·· 2002-06-05

Wolfgang Ehle (54 Jahre) aus Neu-Isenburg ist einer der Sprecher im Bündnis der Bürgerinitiativen (BI) gegen den Flughafenausbau. Wir wollten von ihm wissen, wie er den Erörterungstermin beurteilt.

Extrablatt: Herr Ehle, wie schätzen Sie die Ergebnisse des Erörterungstermines ein?

Wolfgang Ehle: Die Erörterung hat gezeigt, dass a) Fraport in praktisch allen Bereichen schlampig gearbeitet hat, so dass der Antrag von Rechts wegen abgelehnt werden muss; dass b) der dreiste Versuch gemacht wurde, ein drittes Terminal in der Grössenordnung des neuen Münchener Flughafens für 25 Millionen Passagiere einfach unterzuschieben, anstatt ein rechtsstaatliches Antragsverfahren hierfür einzuleiten und c), dass die Allianz der Ausbaubetreiber - Landesregierung und Fraport - offenbar geglaubt hat, wie bisher alles nach eigenem Gusto durchsetzen zu können. Das ist gründlich misslungen dank des koordinierten Engagements von lokalen und regionalen Verwaltungen und der BIs.

EB: Und mit welcher Entscheidung des Regierungspräsidiums rechnen Sie?

W.E.: Mit einer politischen Entscheidung, d.h. der Antrag wird mit ein paar kosmetischen Auflagen genehmigt und die Rechtfertigung mit juristischen Winkelzügen konstruiert. Denn das Ziel und damit der Arbeitsauftrag für den Regierungspräsidenten stand von Anfang an fest:

"Der Ausbau muss kommen."

EB: Wie werden sich die Bürgerinitiativen künftig engagieren?

W.E.: Wir werden weiterhin in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, der Aktion „Zukunft Rhein-Main“ und den Juristen die Bevölkerung informieren und mobilisieren. Im kommenden Planfeststellungsverfahren werden wir unsere Möglichkeiten für individuelle Einwendungen der betroffenen Bürger noch intensiver nutzen. Es muss den Verantwortlichen klar werden, dass der Ausbau weder politisch noch juristisch durchzusetzen ist. Man darf Fehlplanungen und jahrzehntelange Fehlentwicklungen nicht auf dem Rücken der Bevölkerung austragen. Der Mangel an unternehmerischen Visionen beim Fraport-Management darf nicht dazu führen, dass unser Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit missachtet wird.

EB: Herr Ehle, wir danken für dieses Gespräch.


Das gesamte EXTRABLATT Juni 2002 können Sie auch als => .pdf-Dokument laden.

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