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Harte Nüsse für Ausbaubetreiber .
Für das angestrebte Planfeststellungsverfahren hat das Regierungspräsidium Darmstadt der Fraport AG Hausaufgaben
aufgegeben - und die sind nicht einfach zu lösen.
Von EXTRABLATT ·· 2003-10-29

Am 9. September hat die Fraport AG beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt den Antrag auf Planfeststellung für den "großen" Ausbau, die Landebahn im Kelsterbacher Wald, eingereicht. Die Rede ist von 50 Ordnern, gefüllt mit über 30 Gutachten und 750 Plänen. Das scheint beeindruckend, vollständig sind die Unterlagen aber noch lange nicht - das Raumordnungsverfahren lässt grüßen. An erster Stelle fehlen grundlegende Gutachten zur Sicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Kelsterbacher Chemiewerk Ticona. Das läge beim Bau der Nordwestbahn genau in der Einflugschneise.

Auch die übrigen Themenbereiche können kaum sorgfältig bearbeitet sein. In einem 22 Seiten umfassenden Anforderungskatalog hat das RP die Fraport AG im August informiert, welche zusätzlichen Unterlagen für das Genehmigungsverfahren eingereicht werden müssen. Und das sind nicht wenige harte Nüsse für die Fraport AG.

Gefordert wird zum Beispiel eine umfassende Auseinandersetzung mit Alternativen zum Bau der Landebahn, des neuen Terminals und der übrigen Erweiterungsbauten. Fraport soll nachvollziehbar begründen, warum andere Lösungen ausgeschieden wurden. Außerdem muss geprüft werden, ob durch bestimmte Varianten die Umweltbeeinträchtigungen reduziert werden können - selbst wenn dadurch die angestrebten 120 Flugbewegungen pro Stunde nicht mehr zu erreichen sind.

Offenlegen soll die Fraport AG auch ihre „unternehmerischen Planungsziele" hinsichtlich der Kapazität des neuen Start- und Landebahnsystems. Auch das RP hat wohl mittlerweile erkannt, dass die beantragte Zahl der jährlichen Flugbewegungen von 656.000 lange nicht den technischen Möglichkeiten entsprechen wird.

Als Erfolg werten die Kommunen die Entscheidung, dass nicht genehmigte Vorhaben wie die Wartungshalle für den Airbus A380 für das Planungsjahr 2015 nicht als gegeben angesehen werden dürfen. Statt dessen sind die Auswirkungen der A380-Halle und des Gesamtausbaus getrennt aufzuzeigen. Dadurch wird vermieden, dass Umweltauswirkungen "kleingerechnet" werden.

Verschärfte Bedingungen werden an die Ermittlung der Lärmbelastung gestellt. Lärmkurven sind für niedrigere Belastungswerte zu berechnen, so dass der Untersuchungsraum wesentlich ausgeweitet wird. Für die Öffentlichkeit besonders interessant dürften die vom RP geforderten Fotomontagen sein, welche die Folgen für das Landschaftsbild dokumentieren sollen.

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