ZRM: Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM)
Diese Seite wird momentan im vereinfachten Darstellungs- und Betriebsmodus präsentiert. Details >>
"Schallschutz wird zur Mogelpackung"
Von: @ZRM EXTRABLATT <2014-04-10>
Der Verein LÄRM unterstützt eine Musterklage, die einen besseren passiven Schallschutz gegen Fluglärm zum Ziel hat. Dieter Unkrich erläutert die Klage.

Der Verein LAERM unterstützt die Musterklage eines Rüsselsheimer Grundstücksbesitzers, der für einen besseren Schallschutz gegen Fluglärm streitet. Hat die Klage Erfolg, würden davon Anwohner an allen deutschen Flughäfen profitieren. Ein Interview mit dem LAERM-Vorsitzenden Dieter Unkrich.

Kämpft für mehr Schutz vor Fluglärm: Der pensionierte Richter Dieter Unkrich (78).

Was will die Klage erreichen?

Dieter Unkrich: Wir streiten für einen besseren Schutz von Menschen, die vom Fluglärm betroffen sind. Konkret geht es um eine Ungerechtigkeit beim passiven Schallschutz: Bei bestehenden Gebäuden werden fünfzig bis achtzig Prozent weniger Fördermittel gewährt als bei Neubauten. Ziel der Klage vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt ist es, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Wenn die Klage Erfolg hat, profitieren davon nicht nur die Anwohner des Frankfurter Flughafens, sondern dann hat das Auswirkungen auf alle deutschen Flughäfen, zum Beispiel auch für Berlin.

Was ist der Hintergrund der Klage?

Die Grundstückseigentümer innerhalb des Lärmschutzbereichs am Frankfurter Flughafen haben seit zwei Jahren grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass ihnen die Fraport AG den Einbau eines besseren Schallschutzes finanziert. Doch in vielen Fällen hält das Regierungspräsidium, das die Anträge bearbeitet, die Nachrüstung des Schallschutzes nur in einem geringen Umfang oder überhaupt nicht für erforderlich.

Wie kann das sein?

Das hängt mit der Schallschutzmaßnahmenverordnung der Bundesregierung zusammen. Darin sind die Lärmwerte definiert, die für den Schallschutz bei Neubauten gelten, während bei bestehenden Gebäuden drei Dezibel mehr Krach erlaubt sind. Schlimmer noch: Wer in der Vergangenheit über das damals noch freiwillige Schallschutzprogramm der Fraport AG bereits Geld für Raumlüfter und Schallschutzfenster erhalten hat, muss sogar einen Abschlag von acht Dezibel hinnehmen. Unser Musterkläger ist von beiden Kürzungen betroffen.

Womit wird die Klage nun begründet?

Der vom Verein LAERM unterstützte Musterkläger ist der Auffassung, dass der Bundesregierung die Ermächtigung fehlte, in ihrer Verordnung die Eigentümer von neuen und alten Häusern ungleich zu behandeln. Hinter dieser Ungleichbehandlung steckt die Lobbyarbeit der Luftverkehrswirtschaft. Würde die Verordnung alle gleich behandeln, müssten die Flughäfen Millionen Euro mehr aufbringen, um die berechtigten Ansprüche zu finanzieren. Mit der jetzigen Regelung aber wird der Schallschutz, der den Anwohnern versprochen wird, zur Mogelpackung.

Der Verein LAERM mit Sitz in Rüsselsheim besteht seit dem Jahr 2000. Die Abkürzung steht für Leben Arbeiten Erholen Rhein-Main. Kontakt per Mail an dieter.unkrich@arcor.de



Themen hierzuAssciated topics:

Zukunft Rhein-Main (ZRM) ZRM-Initiative Fluglärmschutz Musterklage EXTRABLATT

Das könnte Sie auch interessierenFurther readings:
Ziele der Initiative "Zukunft-Rhein-Main"
Was wir wollen - Die fünf Forderungen der Initiative "Zukunft Rhein-Main"
Unser Standpunkt: Ja zur Wirtschaftsregion Rhein-Main - Nein zum Flughafenausbau !
Von: @Zukunft Rhein-Main
   Mehr»
Die Mängel
bei den Planungen zum Flughafenausbau Frankfurt: Was wurde versäumt oder falsch gemacht ?
Von: @PFV <2002-07-01>
   Mehr»
Lügendetektor und Hörsturz
Angehende Online-Journalisten der Fachhochschule Darmstadt entwickelten Homepage speziell für junge Leute -
Argumente der Ausbaubefürworter kritisch hinterfragt.
Von: @EXTRABLATT <2003-06-26>
   Mehr»
Karten zur Pressemitteilung der ZRM vom 30.11.2005
Änderung der Lärmbelastung bei Maximalkapazität gegenüber beantragter Kapazität
Von: @Initiative Zukunft Rhein-Main <2005-11-30>
   Mehr»
Einwendungen vor Ort
Info-Mobil tourt ab Oktober durch die Rhein-Main-Region
Von: @EXTRABLATT <2001-10-02>
   Mehr»
EXTRABLATT / ZRM Info: Informationsbroschüren der Initiative Zukunft Rhein-Main
Alle Ausgaben zum Stöbern und Herunterladen
Von: @Zukunft Rhein-Main
   Mehr»
EXTRABLATT   Juli 2003
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-06-26>
   Mehr»
Über 16.000 Einwendungen gegen geplante A380-Halle:
Deutliches Zeichen der Region
Pressemitteilung vom 05. August 2003
Von: @Kreis Groß-Gerau <2003-08-05>
   Mehr»
EXTRABLATT   November 2003
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-10-28>
   Mehr»
Vogelschlaggefahr würde sich dramatisch erhöhen
Störfallkommission muss zusätzliches Risiko berücksichtigen
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-12-01>
   Mehr»
Erörterungstermin A380-Wartungshalle: Zukunft Rhein-Main will Alternativ-Konzept
Pressemitteilung vom 14.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-14>
   Mehr»
Sicherheitsrisiken: TÜV-Gutachten bestätigt Position der Region
Pressemitteilung vom 14.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-14>
   Mehr»
Realisierung der A380-Werft auf vorhandenem Areal innerhalb des Zaun ist machbar
Pressemitteilung vom 20.01.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-20>
   Mehr»
PFV A380-Werft: ZRM fordert Abbruch des Verfahrens
"Erörterung zur Schaufensterveranstaltung mutiert"
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-01-23>
   Mehr»
ZRM zum Votum der Störfall-Kommission: "Gute Entscheidung für die Menschen in der Region"
Pressemitteilung vom 18.02.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main <2004-02-18>
   Mehr»
Risikoanalysen greifen zu kurz
Pressemitteilung vom 10.04.2003
Von: @Zukunft Rhein-Main <2003-04-10>
   Mehr»
Verdrängtes Risiko: Fernbahnhof-Überbauung mit der NW-Landebahn unvereinbar
Pressemitteilung vom 14.09.2004
Von: @Zukunft Rhein-Main, BUND, Robin Wood, BBI <2004-09-14>
Das geplante Airrail-Center, das über dem Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen entstehen soll, wäre bei Bau einer Nordwestbahn in hohem Maße durch mögliche Abstürze gefährdet. Mit einer heute gestarteten Plakataktion soll auf dieses bisher verdrängte Risiko hingewiesen werden.   Mehr»
Einwendung erheben - wie mache ich das?
Welche Möglichkeiten gibt es, eine Einwendung im Planfeststellungsverfahren zu machen?
Von: @cf <2005-02-21>
Einwendung gegen den Flughafenausbau - aber wie? Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Einwendung zu machen, von "ganz schnell" bis "ganz ausführlich". Finden Sie hier, welche Art Einwendung für Sie die richtige ist, und wie es dann weiter geht.
Handeln Sie jetzt. Denn: Ohne Einspruch kein Anspruch!
   Mehr»
ZRM: Waldverlust führt zu geringerer Lebensqualität
Initiative wirbt weiter für Teilnahme am Planfeststellungsverfahren
Von: @Zukunft Rhein-Main <2005-02-04>
   Mehr»
Erörterungstermin beginnt - Kundgebung am 12. September!
Letzte Möglichkeit zum öffentlichen Protest im Planfeststellungsverfahren
Von: @cf <2005-09-10>
Zum Auftakt des Erörterungstermins am 12. September laden Bürgerinitiativen, die Initiative Zukunft Rhein-Main, Kommunen und Verbände alle AusbaugegnerInnen zu einer Kundgebung vor der Stadthalle Offenbach ein. Kommen auch Sie und protestieren Sie gegen die Ausbaupläne!    Mehr»
Kreis GG: Nein zum Ausbau in Beton!
Pressemitteilung zum Auftakt des Erörterungstermins vom 12. 09. 2005
Von: @Zukunft Rhein-Main <2005-09-12>
Auf einer gemeinsamen Kundgebung von Bürgerinitativen, Naturschutzverbänden und Anliegerkommunen verdeutlichte 1. Kreisbeigeordneter Thomas Will, warum die "Initiative Zukunft Rhein-Main" den geplanten Flughafenausbau ablehnt.    Mehr»
Erörterungstermin: Bericht vom 29.09.2005
ZRM-Gutachter: viel weniger Arbeitsplätze durch Ausbau
Von: @cf <2005-09-29>
   Mehr»
Die Bildrechte werden in der Online-Version angegeben.For copyright notice look at the online version.

Bildrechte zu den in diese Datei eingebundenen Bild-Dateien:

Hinweise:
1. Die Bilder sind in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens (im Quelltext dieser Seite) angeordnet.
2. Beim Anklicken eines der nachfolgenden Bezeichnungen, wird das zugehörige Bild angezeigt.
3, Die Bildrechte-Liste wird normalerweise nicht mitgedruckt,
4. Bildname und Rechteinhaber sind jeweils im Dateinamen des Bildes enthalten.