ZRM: Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM)
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Mehr Lärm wird bald verboten
Von: @ZRM EXTRABLATT <2016-05-19>
In den nächsten Wochen wird die hessische Landes­regierung über eine Begrenzung des Fluglärms entscheiden. Die Initiative Zukunft Rhein-Main hat konkrete Forderungen für eine solche Lärm­ober­grenze aufgestellt: pro Jahr soll es um 0,4 dB(A) leiser werden.

Wo übers Jahr 60 Millionen Menschen in den Himmel starten oder landen, wird es laut. Der Fluglärm soll geringer werden – auch wenn immer mehr Passagiere befördert werden. Bald gilt eine Lärmobergrenze.

In aller Ruhe ein Nickerchen im Garten kann man machen – aber nicht in der Nähe des Flughafens. Auch wenn es nun Entschädigungen für den Krach im Außenbereich gibt (siehe Seite 3), muss eine Lärmobergrenze her

In wenigen Wochen soll die Landesregierung vorschreiben, wie viel Krach Flugzeuge künftig machen dürfen. Das haben Politiker der CDU und der Grünen im Koalitionsvertrag vereinbart. Noch wird zwischen Fraport, Behörden, den Anliegergemeinden und den Bürgerinitiativen diskutiert, wie man den Lärm begrenzt. Klare Forderungen haben dazu die Mitglieder der Initiative Zukunft Rhein-Main (ZRM). In einer Versammlung am 26. April nannten sie wichtige Bestandteile der Anforderungen an eine Lärmobergrenze.

Pro Jahr muss der Fluglärm um 0,4 dB (A) abnehmen – dabei wird das erste Jahr nach Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest als Bezugsgröße festgelegt. Auch wenn es künftig mehr Flugbewegungen geben sollte, muss der Lärm weniger werden. Die Ergebnisse der NORAH-Studie begründen einen aktuellen Handlungsbedarf, um die Belästigungswirkungen durch Fluglärm zu mindern.

»Ob die Fluglärmbelastung das fest gelegte Maß erreicht oder überschritten hat, ist lokal zumindest für jede Gemeinde, bei größeren Gemeinden sogar orts- oder stadteilbezogen festzustellen. Die Lärmobergrenze und ihre Einhaltung kann nicht nur auf die gesamte Region bezogen werden«, heißt es im Beschluss der ZRM.

Die Bürger sind außerdem zu informier en, wie sich der Fluglärm entwickelt. Und falls gegen die Lärmobergrenze verstoßen wird, muss es wirksame Strafen für die Verursacher geben – das fordert die ZRM.

Technisch machbar ist eine Lärmobergrenze allemal. Durch Veränderungen an den Flugzeugen kann man den Schall bis zum Jahr 2050 um 65 Prozent verringern, schätzen Fachleute. Bei Triebwerken und Rümpfen sind bis 2035 zehn bis zwölf Dezibel Lärm-Reduzierung zu erwarten.



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EXTRABLATT Zukunft Rhein-Main (ZRM) Lärmobergrenzen (LOG)

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