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Immer höhere Hürden .
Für die Ausbaubetreiber wird es schwieriger,
ihr Projekt durchzusetzen:
Sicherheitsfragen treten stärker in den Vordergrund
Von EXTRABLATT ·· 2004-02-01

Er wird immer stärker: Der Wind, der den Betreibern des Flughafen-Ausbaus ins Gesicht bläst. Schon im Raumordnungsverfahren 2002 sind 45.000 Einwendungen gegen das Projekt eingegangen. Beim Planfeststellungsverfahren (PFV) für die Airbus A380-Wartungshalle, die den Beteuerungen der Fraport AG zufolge nichts mit dem Gesamtausbau zu tun haben soll, waren es 41.000. Und beim Erörterungstermin in Mörfelden geht es für die Vertreter der Fraport AG derzeit reichlich ungemütlich zu. Auf breite Akzeptanz in der Region Rhein-Main deutet das nicht. Für das im September eingeleitete Verfahren zum "großen Flughafenausbau" ist jedenfalls mit erheblich mehr Einsprüchen zu rechnen!

Immer drängender treten auch Sicherheitsfragen in den Vordergrund. Der Beinahe-Absturz einer Verkehrsmaschine in München hat gezeigt, dass trotz modernster Landehilfen auch renommierte Fluggesellschaften von einer derartigen Katastrophe betroffen sein können. In München war eine Notlandung noch möglich, weil freie Flächen zur Verfügung standen. Der Verein Deutscher Fluglärmdienst fordert deshalb zurecht die hindernisfreie Gestaltung von Anfluglinien. In Rhein-Main sieht dies freilich anders aus: Der Flughafen liegt in dicht bebautem Gebiet, und bei Verwirklichung der Nordwestbahn würde gerade beim besonders kritischen Landeanflug das mit hoch giftigen Chemikalien arbeitende Chemiewerk Ticona überflogen. Die Folgen eines Absturzes wären hier kaum kalkulierbar.

Nicht unterschätzt werden darf das Risiko durch Vogelschlag. Die künftige Einflugschneise läge in einem bedeutenden europäischen Vogelzug-Korridor. Und auch wenn es die Fluggesellschaften gerne verschweigen: Ein Zusammenstoß mit einzelnen Vögeln oder Vogelschwärmen kann zum Absturz führen. Die Risiken summieren sich kräftig, so dass sich jetzt auch die EU-Kommission mit dem erhöhten Sicherheitsrisiko durch den geplanten Ausbau beschäftigt.

Hinzu kommen der drohende Verlust unersetzlicher Bannwaldflächen, die Zerschlagung von Naherholungsfunktionen und eine erhebliche Zunahme des Fluglärms. Eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität in der Region aber ist nicht hinnehmbar - die Hürden für die Fraport AG werden immer höher.


"Pulverfass Rhein-Main": Ein voller Erfolg war die Demonstration gegen die geplante Landebahn in der Nähe der Chemiefabrik Ticona.
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